Blutegeltherapie

Geschichte
Der Blutegel war über viele Jahrhunderte hinweg ein tatkräftiger Helfer vieler Heilkundiger.

Der Egel ist ein braunschwarzes, durchschnittlich 5 Zentimeter langes wurmähnliches Tierchen. Es wird heutzutage für Behandlungszwecke in Anstalten gezüchtet.
Aus Infektionsgründen wird der Blutegel nur ein einziges Mal in seinem Leben (beim gleichen Patienten evt. auch mehrfach) angelegt.

Wirkungsweise
Im Grunde ist die Blutegeltherapie einem Aderlaß ähnlich. Jeder Blutegel saugt bei einer Behandlung etwa 10 bis 15 Milliliter Blut. Bei der Nachblutung treten weitere etwa 30 bis 40 Milliliter Blut aus.
Dadurch ändert sich die Blutviskosität, d.h. das Blut wird dünnflüssiger. Dies erhöht den Sauerstoffgehalt des Gewebes. Die Blutgerinnungsneigung wird herabgesetzt.
Ferner besitzt die Mundflora eines ,jeden Egels ausgesprochen antibiotische Eigenschaften.

Indikationen
- Entzündungen, z.B. Thrombophlebitis
- Furunkulose
- Abszesse
- Panaritium, Erysipel
- Offenes Ulkus cruris
- Mittelohrentzündungen
- Glaukom

In letzter Zeit wird es vermehrt in der Unfall- und rekonstruktiven plastischen Chirurgie angewendet sowie nach Transplantationen, da es hierbei den Rückfluß von Blut und Lymphe fördert.

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