Mandelröderung

Eine Therapie zur Anregung des lebenswichtigen Lymphsystems
1905 therapierte Dr. Prym zum ersten Mal Mandeln mittels einer Bier´schen Saugglocke. Aber erst der Wuppertaler Arzt Dr. Heinrich Röder wandte das neue Verfahren vor dem Ersten Weltkrieg in größerem Umfange an. Dr. med. Otto Buchinger sen., welcher sich bei Dr. Röder einige Wochen aufhielt, lernte hier dieses Verfahren kennen und wandte es anschließend in seinen Fastensanatorien in Bad Pyrmont und Überlingen an fast jedem seiner Patienten an.

Die Mandeln sind ein wichtiger Teil des lymphozytopoetischen Systems. Ihr Zustand spiegelt die Funktionsfähigkeit des gesamten Lymphsystems wider. Deshalb kann über die Röder-Methode, d.h. das Bearbeiten der Gaumenmandeln mittels eines pfeifenähnlichen Glasröhrchens die Durchblutung angeregt und können chronische Entzündungsherde effektiv behandelt werden. Zudem dient sie der Anregung der Durchblutung des gesamten Rachenringes.

Indikationen
Primär

- Chronische Stauungen und wiederkehrende Entzündungen der Gaumenmandeln und der Seitenstränge
- Hyperplasie der Rachenmandeln und der Nasenschleimhäute
- Chronische Sinusitis maxillaris

Sekundär

Generelle Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten und deren Manifestation im Kopfbereich, z.B. allgemein Sinusiten, Mittelohr- , Rachen- und Kehlkopfentzündung sowie Bronchitis

Tertiär

Desensibilisierung der Mandeln als Streuherd, z.b. große und kleine Gelenke, Nierenparenchym, Herzmuskel und Herzinnenhaut

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