Kommentare und Editorials

Werbung auf einer Heilpraktiker-Website??

Werbung auf einer Heilpraktiker-Website - das paßt eigentlich nicht. Dennoch finden Sie in der rechten Spalte Werbung - wieso das?

Dort mache ich seit Monaten unbezahlte Werbung für Organisationen, deren Ziele ich hoch schätze. Derzeit sind dies »Ärzte ohne Grenzen«, »BUND Naturschhutz«, SOS Kinderdorf und, wenn die Technik endlich mitspielt, für »foodwatch«.

Sie machen nichts falsch, wenn Sie diese Werbung anklicken: Dann gelangen Sie auf die Seite dieser Organisationen, können sich dort ausführlich über deren Programme informieren - und auch über Spendemöglichkeiten.

Ich wünsche diesen gemeinnützigen Organisationen viel Erfolg!

Sie, lieber Leser, können dazu beitragen.

Ihre
Elisabeth Ebert

Kaiserschnitt: Den besten Schnitt macht der Arzt

Was hier auf meiner Seite bereits vor drei Jahren zu lesen war, findet sich nun auch in deutschen Tageszeitungen: Der Kaiserschnitt wird ilmmer häufiger einer normalen Geburt vorgezogen - mit teils recht bedenklichen Folgen.

Deshalb nochmal zum Nachlesen:

Alles für die werdende Mutter! (Wirklich?)

Die Prominente A tut es, Prominente B erwägt es, Prominente C hat es getan, Prominente D erörtert mit ihrem Frauenarzt gerade den für sie optimal passenden Moment.

Wovon die Rede ist?

Von der geplanten, angeblich weitgehend schmerzfreien, vorgeblich figurerhaltenden und - rein medizinisch - perfekt durchgeführten Geburt mittels Kaiserschnitt. Laut Presseberichten kommt jedes vierte Kind einstweilen per Kaierschnitt zur Welt. Und sieben Prozent dieser Eingriffe würden auf Wunsch der Mutter vorgenommen, entspringen also keiner medizinischen Notwendigkeit.

Glaubt man so manchen Publikationen und Veröffentlichungen (vor allem der Regenbogenpresse), so spricht vieles für eine geplante Geburt per Kaiserschnitt. Da heißt es in etwa:

Die Geburt verliefe aufgrund medizinischer Errungenschaften und Erfahrungen praktisch komplikationslos.
Die Apparate-Medizin habe praktisch alles unter Kontrolle.
Die Gefahren für das Kind bei der Geburt seien geringer.
Der Termin sei planbar und kollidiere nicht mit wichtigen Terminen wie Interviews, Fernsehauftritten o.ä., z.B. mit Brad Pitt.
Schwangerschaftsfolgen bildeten sich schneller zurück, es gäbe keine Komplikationen.
Das ganze Brimborium einer langwierigen Geburt, das schmerzhafte Zur-Welt-Bringen eines Kindes, könne, so lautet die frohe Botschaft, per Kaiserschnitt schmerzlos und terminlich optimal eingepaßt zwischen Nagelstudio, Friseurtermin, Fernseh-Casting und Teilnahme an der Oscar-Verleihung erledigt werden.

Das mag für die Handvoll Frauen in Deutschland nicht unwichtig sein - aber nur für die.

Gibt es wirklich irgendwo noch eine Frau, die eine natürliche Geburt auf sich nehmen will? lautet die unausgesprochene Frage der Blätter.

Verfolgt man aber wissenschaftliche Publikationen, so bietet sich ein völlig anderes Bild:
Ein Kaiserschnitt ist sowohl für die Mutter wie auch für das Baby bei weitem keine so simple Angelegenheit wie es in manchen Gazetten verharmlost bis hochgepriesen wird.
Aus dem chirurgischen Eingriff (etwas anderes ist ein Kaiserschnitt ja auch nicht) können Entzündungen resultieren.
Aus der Narbe könnten Verwachsungen in der Gebärmutter entstehen, die eine weitere Schwangerschaft verhindern.
Nicht zuletzt ist nunmehr auch erwiesen, daß sich die Fertilität der Frauen, die per Kaiserschnitt entbunden haben, erheblich vermindert. Im Klartext: Die Chance, erneut schwanger zu werden, verringert sich in statistisch deutlich nachweisbarem Maße.

Und gemäß der Studie erhöht sich bei einer zweiten Schwangerschaft nach dem Kaiserschnitt nicht nur die Gefahr einer Eileiterschwangerschaft, sogar die gesundheitliche Gefährdung des Embryos ist doppelt so hoch wie nach einer normalen Entbindung.

Zur Klarstellung:

Keine Frage, daß es immer wieder Situationen und Fälle gibt, in denen ein Kaiserschnitt, in welchem Stadium er auch immer beschlossen und durchgeführt wurde, für die Gesundheit und das Leben von Mutter und Kind ein Segen ist, eine Errungenschaft von Forschung und Medizin!!!

In den meisten anderen Fällen favorisieren auch Naturheilpraktikerinnen eine natürliche Geburt.
Jede Frau muß für sich und für ihr Baby selbst entscheiden, welchen Weg sie geht. Wenn weiterer Kinderwunsch besteht, dann raten Fachleute dringend von einem Kaiserschnitt ab.

Quelle (u.a.):
http://www.blackwell-synergy.com/doi/abs/10.1111/j.1471-0528.2005.00651.x
Department of Obstetrics and Gynaecology, University of Aberdeen, Aberdeen Maternity Hospital, Foresterhill, Aberdeen, UK
Siehe auch in der SZ vom 15.8.2008
http://www.sueddeutsche.de/wissen/238/306200/text/

Pessimismus ist Gift für die Gesundheit

Hallo, wie gehts?

Auf diese simple freundliche Frage kräuselt sich bei vielen Menschen vollautomatisch die Stirn, der Gesichtsausdruck wird sofort stumpf, die Stimme im selben Moment tonlos und brüchig, dann kommt ganz leise die schleppende Antwort:
„Naja, geht so....“

Die Frage nach dem Wohlbefinden trifft viele ins Mark: Mir geht es ja soooo grottenschlecht!!

Bei Antworten dieser Art ist man versucht, sofort die Sanitäter zu rufen.

Die, die so antworten, sie stehen mitten im Leben, sie leiden nicht Hunger, sie haben ein komfortables Dach über dem Kopf, sie haben soziale Absicherungen und Annehmlichkeiten, von denen sogar die meisten US-Amerikaner nur träumen können; sie leben in einem sicheren Umfeld ohne Angst vor Schutzgelderpressung, ohne die Sorge vor Krankheit wegen erloschener Krankenversicherung, etc.
Die, die so reagieren, leben in einem hochklassigen sozialen und kulturellen Umfeld, das weltweit seinesgleichen sucht.

Das ewige Lamentieren und Jammern der Deutschen ist äußerst fragwürdig.

Reagieren die Menschen anderswo anders? Ja, dreimal ja!!

In Brasilien beispielsweise ist das Leben sehr viel härter, aber bei jedem Zusammentreffen mit Einheimischen in Brasilien ist eine Lebensbejahung und eine sprühende Lebenslust zu vernehmen, die hier nur unseren Kindern noch eigen ist.

Gehen Sie doch mal in eine echte griechische Taverne, die es auch in Bayern zuhauf gibt, und erleben Sie die ungeschmälerte Lebensfreude der Griechen!

Warum nicht mal ein bescheidenes italienisches Lokal in Ihrem Heimatort aufsuchen, wenn an diesem Abend im Fernsehen das Autorennen Formel I läuft, mit Ferrari als Hoffnungsträger?

Wenn Ihnen das nicht so recht zusagt: Entdecken Sie für sich selbst die Dinge, die Ihnen Freude bereiten; es gibt so viele davon!



Studien haben ergeben, was wohl jedem schon intuitiv vorher klar war: Permanenter Pessimismus ist Gift für die Gesundheit - und Gift für die Seele.

Dies ist kein Plädoyer dafür,
echten Risiken aus dem Weg zu gehen,
vor Herausforderungen wegzulaufen oder sich zu verkriechen,
an Problemen für sich und andere vorbei zu gucken.

Wer aber immer nur das Negative sieht, wer stets nur Böses rings um sich vermutet, der schadet sich selbst.



Also, liebe Leserin, lieber Leser, hier nochmal die gleiche Frage:

„Wie geht´s ??“


 



Ein ganzes Naturschutzgebiet für eine Tankfüllung



Der amerikanische Senat hat vor wenigen Tagen (17.7.2008) dem Vorhaben des amerikanischen Präsidenten George W. Bush, das von seinem Vorgänger Bill Clinton erlassene Moratorium von Ölbohrungen im »Arctic National Wildlife Refuge« (etwa: Nationale arktische Wildtier-Zuflucht) aufzuheben, entsprochen. Der US-Senat erteilte seine Genehmigung - völlig ungeachtet dessen, dass die rund 80.000 Quadratkilometer betroffenen Landes der Lebensraum für Millionen Vogel-, Fisch- und Säugetierarten sind, darunter Karibus, Moschusochsen, Bären und Wale. Um dieses einzigartige, sogar Landesgrenzen überschreitende Ökosystem zu bewahren, hatte Präsident Dwight D. Eisenhower es vor fast einem halben Jahrhundert (1960) weitsichtig unter Schutz gestellt.



Laut Präsident George W. Bush würden die USA mit der von privaten Ölfirmen seit langem ersehnten Bewilligung der Ölförderung aber unabhängiger von ausländischem Öl, für das man »Schurkenstaaten« wie etwa Iran und Venezuela auch noch viele Dollars in den Rachen werfen müsse.
Die amerikanische Öffentlichkeit klatscht begeistert Beifall, sieht man doch völlig blauäugig die Tage des billigen Sprits wiederkommen, koste es, was es wolle und koste es einen weltweit einzigartigen Naturpark von der Größe eines ganzen amerikanischen Bundesstaates.

Tatsache ist, daß in Alaska zwar etwa 10 Milliarden Barrel Öl vermutet, diese jedoch erst mit einer Vorlaufzeit von zehn bis 15 Jahren förderfähig sein werden. Die mögliche Förderung würde nach dem heutigen Verbrauch der USA - nämlich 20 Millionen Barrel Öl pro Tag; das sind unvorstellbare drei Milliarden und 180 Millionen Liter jeden Tag! - lediglich zu etwa zwei Prozent zur Deckung des Verbrauchs beitragen. Darüber hinaus gibt es für die privatwirtschaftlichen Ölfirmen nicht den geringsten Anlass, dieses Öl bevorzugt den eigenen Landsleuten und dazu noch unter Weltmarktpreisen zur Verfügung zu stellen - eine sehr eigenwillige Auffassung der Amerikaner, dies völlig zu negieren.
Die ohnehin extrem marginale Ergiebigkeit dieser Ölfelder ist auf zwei, drei Jahrzehnte begrenzt; dann bleibt die zerstörte Natur zurück, dann wurde ein unwiderbringliches Erbe der ganzen Menschheit zerstört für den lächerlichen Profit eines Volkes.



Trotzdem sollten wir in Deutschland nicht allzu hämisch auf die Amerikaner herabschauen, die laut Befürchtungen auch amerikanischer Umweltorgansationen für eine vergleichsweise lächerliche Menge an Öl eines ihrer schönsten und größten Naturreservate zerstören werden: Hierzulande wird eben, anstatt endlich Energie zu sparen, die Atomenergie wieder verklärt - zu Lasten unserer Kinder und Kindeskinder und deren Urururururururenkel. Sollen doch die mit dem Atommüll zurechtkommen - der strahlt ja nur ein paar zehntausend Jahre....
Aber genauso wie die Amerikaner wollen eben auch wir Deutsche mal wieder richtig losbrettern mit unseren geliebten PS-Bolzen. Zum Abendessen an den Gardasee - das wär s doch!



Aber vielleicht denken sowohl wir als auch die Amis noch mal drüber nach....



Was all das mit Gesundheit zu tun hat? Unsere Gesundheit hängt von tausend Faktoren ab. Wer sein natürliches Umfeld zerstört, handelt fatal und zu seinem eigenen Nachteil.
Die Medizin, egal ob Schulmedizin oder Naturheilverfahren, kann irgendwann nicht mehr heilen, sondern nur noch versuchen irgendwie zu helfen.