Nachrichten

Donnerstag, 6. Mai 2010
Kindesentwickklung: Die ersten fünf wichtigen Jahre

Das amerikanische medizinische Monatsjournal »Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine« beschäftigt sich in der Mai-Ausgabe mit der Kindesentwicklung in den ersten fünf Jahren und zeigt die gravierenden Einwirkungen einer sorglos verwendeten technischen Umwelt und eines unüberlegten Elternverhaltens auf die Entwicklung der Kinder auf.

Vor allem die fatalen Auswirkungen auf die gesamte Lebenszeit des Nachwuchses sind alarmierend: Ob dies nun Zigarettenkonsum der Mütter/ Eltern während und auch nach der Geburt ist oder sonstiger Drogenmissbrauch, die Folgen sind laut »Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine« nicht zu übersehen und können zu erheblichen Nachteilen in der Entwicklung führen.

Vor allem der unkontrollierte Fernsehkonsum der Kinder ist den Autoren dieser Fachzeitschrift einen eindringlichen Appell wert. Folgen wie mangelnde Aufmerksamkeit in der Schule, Unfähigkeit in der äusseren Wahrnehmung, Fehlen ausreichender Kontakte mit der lebendigen Umwelt und damit ausgelöst Unsicherheit bei der Konfrontation mit Neuem und vor allem ein möglicherweise das ganze Leben beeinträchtigende Übergewicht mit all den fatalen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen seien unausweichlich.

Ich selbst habe einen Säugling erlebt, der tagsüber keine 30 Zentimeter vom ewig eingeschalteten Fernseher in seinem Körbchen »lebte«, sprich dort schlief, gefüttert wurde etc. – von einer gewiss liebevollen Mutter, die aber offensichtlich keine Ahnung hatte, was sie ihrem Kind damit antat.


Ich würde nicht so weit gehen wie Dr. Steve Martin, der sarkastisch meint, »Solange das Kind noch nicht geboren ist, haben Eltern noch nichts falsch gemacht«:
Eltern haben alle Möglichkeiten der Welt, ihre Kinder vor nachteiligen Verhaltensweisen und Entwicklungen zu bewahren.

Die Süddeutsche Zeitung hat sich ebenfalls des Themas angenommen: Siehe
http://www.sueddeutsche.de/,ra18m1/wissen/140/510261/text/

Freitag, 26. September 2008
Nanotechnologie: Neue Forschungsergebnisse zu gesundheitlichen Auswirkungen

Der brandaktuellen Nanotechnologie sowie deren Problemen und bisher kaum kalkulierbaren gesundheitlichen Risiken widmet die Zeitschrift »SZ-Wissen« drei Seiten der jüngsten Ausgabe.
Dieses Thema finden Sie auch auf meiner Website unter der Rubrik Nachrichten, wo ich am 8. Juni 2008 bereits darüber berichtet habe.

Diese Materie ist mir auch aus aktuellem Anlass nicht ganz fremd: Vor einigen Wochen befragte ich auf der Suche nach einem großen Fensterhersteller nämlich eine bundes- und europaweit agierende deutsche Fassadenbaufirma, ob man mir Fenster mit Nano-Beschichtung liefern könne. (Immerhin soll sich auf solchen Fenstern ja praktisch nie Schmutz ablagern.)

Dies wurde klipp und klar und ohne jede Umschweife verneint: »Wir werden solange kein einziges Fenster mit Nano-Technologie herstellen, solange die gesundheitlichen Risiken nicht vollständig ausgeräumt sind!« so der Originalton des Unternehmens.

Gäbe es nur das (nie klar umrissene) sog. »Restrisiko«, so würde diese Firma wohl solche Fenster herstellen und verkaufen. Dass sie es nicht tut, spricht eine überdeutliche Sprache.

Sie brauchen keine neuen Fenster, aber Sie benutzen Sonnencremes und ihre pommes frites essen Sie mit Ketchup? Dann ist dieser Hinweis vielleicht doppelt so wichtig für Sie - denn in beiden sind Nanoteilchen drin.

Wenn Sie auf die Überschrift klicken, kommen Sie zur SZ-Seite.

Freitag, 26. September 2008
Staatlich legalisierte Verweigerung medizinischer Hilfe in den USA?

Die Einschränkung verbriefter Rechte im Gesundheitswesen geht weiter - zumindest in den USA, wo ein Gesetzesentwurf nun den Beschäftigten im Gesundheitswesen das Recht zuerkennen will, Behandlungen schlichtweg zu verweigern, wenn sie ihrer persönlichen Auffassung widersprechen.

Die Rede ist nicht nur von Familienplanung, sprich, jedwede Behandlung z.B. auch von geschwängerten Vergewaltigungsopfern kann verweigert werden; darüber hinaus ist das neue Gesetz so verschwommen, dass medizinisches Personal offenbar nach eigenem Gutdünken jede Hilfe auch in anders gelagerten Fällen »aus moralischen Gründen« ablehnen kann.

Da medizinisches Personal bereits seit 1970 das Recht hat, bei eigenen moralischen Bedenken Abtreibungen und Sterilisationen fernzubleiben, hat das Gesetz offenbar ein weitergehendes Ziel. Abtreibung wird in angelsächsischen Ländern nicht selten gleichgesetzt mit der Verwendung von Verhütungsmitteln, die nun mal ein Arzt verschreiben muss.

Ist dies das Ziel?

Lesen Sie den Originaltext in der Los Angeles Times: Klicken Sie auf die Überschrift!

Donnerstag, 4. September 2008
Junkfood-Vorliebe: Wie die Mutter, so der Nachwuchs

Schwangere oder stillende Mütter, die hauptsächlich Junkfood zu sich nehmen, riskieren einer vom britischen Wellcome Trust angeregten und vom Königlichen Institut für Tiermedizin in London durchgeführten Studie, dass ihre Kinder ein Leben lang zu viel essen und / oder übergewichtig sind.
Die Studie rät betroffenen Frauen zumindest bei fett-, salz- oder zuckerhaltigen Lebensmitteln zu größter Zurückhaltung.

Die Studie, die im British Journal of Nutrition veröffentlicht wurde, schildert die Ergebnisse umfangreicher Untersuchungen bei Ratten. Die trächtigen und säugenden Tiere wurden mit großen Mengen von Muffins, Biskuits, Chips und Süßigkeiten gefüttert. Die Nachkommenschaft, bereits dick zur Welt gekommen, fraß mit Vorliebe genau das gleiche Futter wie ihre Mütter. Als Folge dessen gerieten die jungen Ratten genauso ins Übergewicht wie ihre Mütter und zeigten gesundheitliche Störungen.

Darüber hinaus war sogar dann, als die Jungen wieder Normalkost erhielten, kaum eine Verbesserung der gesundheitlichen Störungen bei den Ratten zu vermerken. Die Sucht nach Junkfood blieb diesen Tieren erhalten. Vor allem weibliche Jungtiere waren davon betroffen.

Nach Ansicht der Forscher sind die Ergebnisse höchstwahrscheinlich auch auf Menschen übertragbar. Damit obliegt schwangeren Frauen auch eine Verantwortung im Hinblick auf ihre Ernährung, die den Nachwuchs gesundheitlich beeinträchtigen könnte. Die Studie vermerkt auch mit leichter Resignation, dass Ernährungsberatung in Schulen dadurch nicht selten erfolglos bleibt.

Übergewicht ist bekanntlich auch eine der Ursachen für Krebs, Diabetes und Herzproblemen, Krankheiten, an denen weltweit Hunderte von Millionen Menschen leiden. Die Übergewichtigkeit von Kindern ist bekanntlich auch in Deutschland ein brisantes Problem. Etwa 15 Prozent aller Kinder in Deutschland bringen zu viel Gewicht auf die Waage. Jeder 12. Jugendliche ist adipös, also extrem übergewichtig. Die überflüssigen Pfunde haben Folgen: beinahe die Hälfte aller adipösen Kinder und Jugendlichen leiden unter Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Altersdiabetes oder Gelenkproblemen - Krankheiten, die bisher nur von Erwachsenen bekannt waren.

(Photo: Mit freundlicher Genehmigung von Karla Fritze, Uni Potsdam)

Den Originalartikel finden Sie, wenn Sie auf die Überschrift klicken.

Donnerstag, 28. August 2008
Passivrauchen – global

Während man in Deutschland das Problem des Passiv-Rauchens zur Verhinderung von Gesundheitsschäden bis hin zum Lungenkrebs mittels Rauchverbot in den Griff bekommen will, kümmert man sich in Dänemark und in Großbritannien um eine ganz andere Art der Auslösung von Krebs durch Rauch: Welche Gesundheitsrisiken gehen Personen ein, die Räucherstäbchen in ihren Wohnungen abbrennen oder solchen Rauch an ihren Gebetstätten einatmen?

Dies scheint nicht nur in Asien gesundheitsrelevante Folgen zu haben, sondern auch in westlichen Studentenbuden. Forscher rund um den dänischen Professor Jeppe Friborg des Statens Serum Institute der Universität Kopenhagen haben nach einer 12-jahre-langen Studie signifikante Unterschiede bei zwei verschiedenen Testgruppen herausgefunden.

Die Personengruppe, die über einen längereren Zeitraum Räucherstäbchen abbrannte, wies einen erheblich höheren Prozentsatz an Gesundheitsschäden durch Lungen-, Kehlkopf- oder Zungenkrebs auf als die Vergleichsgruppe.

Es wurde auch nachgewiesen, daß die kanzerogenen Stoffe in zwei niederländischen Kirchen durch Weihrauch etwa 20-fach höher waren als an der angrenzenden Autobahn....

Da wäre also ein Wiesnbesuch in München also allemal gesünder als ein Kirchgang....

Den ganzen Wortlaut der Meldung der britischen Tageszeitung Guardian vom 26.8.2008 finden Sie, wenn Sie auf die Überschrift klicken.

Montag, 25. August 2008
Antibiotika-Resistenz: Neue Forschungsresultate

Dass Patienten in Krankenhäusern gegen Antibiotika resistente Bakterien aufschnappen und sich infizieren, ist kein Geheimnis (Nosokomiale Infektionen). Etwa 500.000 Infektionen werden pro Jahr hier verursacht (Quelle: AOK).

Den Gründen hierfür sind Wissenschaftler um Eric Pamer vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York nachgegangen. Das Resultat: Gerade die Verabreichung von Antibiotika erleichtere es resisitenten Bakterien, sich einzunisten, weil dadurch die Bildung des körpereigenen Darmmoleküls Reg3g reduziert werde. Dieses Darmmolkül tötet normalerweise dies Bakterien im Darm ab.
Die Wissenschaftler schliessen daraus, dass eine Therapie, welche die Menge dieses nützlichen Eiweißes erhöhe, sich womöglich zur Abwehr von Infektionen mit resistenten Bakterien einsetzen lasse.

Diese Meldung wurde heute (24.08.2008) durch das renommierte britische Fachmagazin »Nature« verbreitet.

Die Original-Meldung können Sie nachlesen, wenn Sie auf die Überschrift klicken.

Auch der SPIEGEL berichtete darüber (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,574104,00.html).

Donnerstag, 21. August 2008
Wie gefährlich ist Uran im Trinkwasser?

Der Organisation Foodwatch (www.foodwatch.de ) liegen Messungen vor, wobei sie zu hohe Werte von Uran im Trinkwasser festgestellt hat. Insgesamt gibt es 950 Messwerte, die höher sind als 2 Mikrogramm Uran pro Liter. Diesen Wert hat der Gesetzgeber als Grenzwert für Mineralwasser festgelegt, das als »für Säuglinge geeignet« beworben wird.

Die Situation stellt sich in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich dar. »Tendenziell«, so schreibt foodwach, »ist die Uranbelastung des Trinkwassers in Süddeutschland höher als im übrigen Bundesgebiet. Spitzenwerte von 39 µg/l hat beispielsweise das Gesundheitsamt Haßberge für Maroldsweisach in Bayern gemeldet. Der Landkreis Waiblingen in Baden-Württemberg meldet mehrere Orte mit Werten über 20 µg/l Uran.«

Foodwatch stellt in einer Liste die Ergebnsise getrennt nach Bundesländern vor.
(Bild: foodwatch)

Den gesamten Artikel mitsamt der genannten Liste finden Sie, wenn Sie auf die Überschrift klicken.

Montag, 18. August 2008
Zuviel Aufregung um Glycidamid?

Wie heute (Montag, 18.08.2008) in den Medien gemeldet, fanden Lebensmittelchemiker der Münchner Technischen Universität in Lebensmitteln das hochgiftige Glycidamid. Seither ist die Aufregung groß, da dieses Gift erheblich gefährlicher ist als das vor sechs Jahren in Verruf geratene Acrylamid; zudem reichen bei Glycidamid schon »geringste Mengen« aus, um das Erbgut von menschlichen Zellen zu schädigen, wie die Münchner Forscher berichten.

Dennoch geben die Forscher Entwarnung: Die aufgefundene Menge liege mit 0,5 bis 1,3 Mikrogramm pro Kilogramm Nahrung im gesundheitlich nicht relevanten Bereich.

Wenn man weiterhin recihlich Pommes frites und Kartoffelchips konsumiere solle man sich weit eher Sorgen machen wegen der Auswirkungen auf die Figur...

Den Originaltext aus der SZ erreichen Sie über einen Klick auf die Überschrift.

Samstag, 9. August 2008
Die katastrophalen Folgen von Metamphetamin

Drogen sind kein Kinderspiel. Binnen kurzer Zeit entsteht fast immer nicht nur eine verhängnsivolle Abhängigkeit, auch die gesundheitlichen Schäden sind immens.
Die obszön leichtfertige Art, mit der Prominente - oder solche, die sich dafür halten - Drogenexzesse simulieren und sich dann publikumswirksam für ein paar kurze Wochen oder gar nur für wenige Tage in eine Entzugsklinik begeben, könnte ein verheerendes Beispiel auf Nachahmer abgeben, wird doch suggeriert, alles sei nur halb so schlimm.

Erschreckende Bilder vom Mißbrauch der Droge Metamphetamin sehen Sie, wenn Sie auf die Überschrift klicken (Quelle: www.gmx.net) Aber seien Sie gewarnt: Die Photos sind wirklich erschreckend.

Freitag, 1. August 2008
Chips: Acrylamidgehalt steigt teilweise wieder

foodwatch hat 13 Sorten Kartoffelchips auf Acrylamid testen lassen. Bei sechs Sorten ist die Belastung im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, nur bei vier Produkten wurden niedrigere Werte gemessen. Die höchste Konzentration der krebsverdächtigen Substanz enthält ein Bioprodukt.
(Originaltext von foodwatch.de)

Um zum Originalartikel zu gelangen klicken Sie bitte auf die Überschrift.

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