Zu Guter Letzt...

Zum Nachdenken ...

Muß es immer etwas Tolles, Großartiges, Außergewöhnliches sein, das uns beeindruckt und unsere Gedanken aus dem Alltagstrott reißt?



In meinem klitzekleinen (unaufgeräumtem) Garten mitten in München tummeln sich von morgens bis abends die Vögel am Wasserbecken, da klopft ein echter Buntspecht am Baum, da läuft bei gutem Wetter fast überpünktlich abends um neun Uhr ein Igel durch die paar Quadratmeter Wiese, da jagen sich frühmorgens die beiden Eichhörnchen übers Dach (und wecken mich...)

Und wenn ich Glück habe, sehe ich an ein paar Sommerabenden im Jahr Glühwürmchen durch die Büsche schweben.

Vor vielen Jahren habe ich in einer schattigen Schwabinger Hinterhofwohnung mühsam eine Sonnenblume großgezogen. Sie wurde nie so groß und schön wie ihre Artverwandten auf dem Feld, sie blieb eher blaß und mickrig - trotzdem erinnere ich mich bis heute mit Freude daran.
Brauche ich mehr, damit es mich beeindruckt? Ich brauche nicht mehr.

Vielleicht haben Sie Tauben am Fenstersims gegenüber oder ein Aquarium in der Wohnung oder einen Wellensittich oder .... ... oder ein Marienkäfer landet auf Ihrer Hand?

Wer die Augen öffnet, sieht Dinge, die ihn beeindrucken und die ihn fesseln - und die Alltagsorgen werden klein, ganz, ganz klein....